Zum Frühaufsteher durch die Bahn

Jeden Morgen um 4:00 werde ich wach. Warum?

Die Frau des Hauses klagte: „Morgens bin ich ab etwa 4:00 wach und laufe dann etliche Minuten durchs Haus. Dann kann ich wieder für 1-2 Stunden schlafen. Was ist die Ursache dafür?“

Auch als Baubiologe kann man diese Frage nicht so einfach und vor allem nicht abschließend beantworten.

Ein Baubiologe misst – aber nicht um 4:00 morgens (wenn es irgendwie geht). Deshalb und nicht nur deshalb wird ein Datenlogger eingesetzt, der in regelmäßigen Abständen Feldstärken aufzeichnet, die dann später ausgewertet werden können. 

Vor Ort zeigte sich, dass nah am Haus eine Bahnlinie vorbei läuft und dass in Sichtweite ein Sendemast steht.

Aufgezeichnet wurden dann elektrische Wechselfelder, magnetische Wechselfelder und hochfrequente Wellen.

Morgens „erwachen“ auch Bahn und Sendemast.

Das Ergebnis war sehr interessant. Innerhalb des Hauses waren keine besonderen Veränderungen in der Nacht feststellbar. Die Veränderungen außerhalb des Hauses, die natürlich im Gebäude ebenfalls messbar waren waren schon aussagekräftig.

Hier die Aufzeichnung, bzw. Darstellung der magnetischen Wechselfelder:

Magnetisches Wechselfeld

Magnetisches Wechselfeld

Nun, auf der Bahnstrecke ist wirklich viel los. Nachts geht es doch etwas zurück mit dem Bahnverkehr, so dass ab etwa 2:00 dann etwas Ruhe einkehrt. Dies ändert sich aber etwa um 4:00. Hier ein Detail aus der Aufzeichnung für die Zeit von 4:00 – 4:30 Uhr:

Detail aus der Loggeraufzeichnung

Detail aus der Loggeraufzeichnung

Gut erkennbar ist, dass ab 4:07 mehrere Züge vorbeifahren, von denen sich hier besonders 5 starke Peaks erhalten haben. Nach 4:20 kehrt dann wieder mehr Ruhe ein.

Hier die Aufzeichnung der Elektromagnetischen Wellen:

 

Elektromagnetische Feldstärke

Elektromagnetische Feldstärke

Auch der sichtbare Sendemast „erwacht“ um diese Uhrzeit. Bis etwa 3:20 findet wohl so etwas wie eine Nachtruhe statt. Doch das ändert sich dann. Ab 4:00 kommen dann starke Peaks vom Mobilfunkmast.

Ob nun die Veränderung des Bahnbetriebes oder des Mobilfunks einen Einfluss auf die Schlafqualität der Kundin hatte, lässt sich natürlich nicht einwandfrei aussagen. Auffällig ist jedoch, dass etwa um 4:00 starke Impulse von der Bahn und dem Sendemast kommen. Die Frau steht etwa um diese Uhrzeit auf und kann sich dann wieder hinlegen und weiterschlafen, nachdem die erste Welle der Züge vorbei ist und wieder „Ruhe“ herrscht.

 

Das Beitragsbild kommt von Wikipedia.

 

 

Versuche mit dem Georythmogramm

In der Radiästhesie wird das Georhythmogramm (GRG) nach Dr. Hartmann als Methode zur Untersuchung von Störfeldern verwendet.

Bei diesem Messverfahren wird der Körperwiderstand einer Versuchsperson alle 30 Sekunden mit zwei Messingelektroden gemessen. Eine Messung dauert 30 Minuten. Dabei werden die ersten 10 Minuten nicht zur Bewertung herangezogen, weil der Körper der Versuchsperson diese Zeit benötigt, um sich an die Situation zu gewöhnen. Die Messergebnisse weisen auf Belastungen am Schlafplatz oder am Arbeitsplatz hin. Belastungen können durch natürliche Störfaktoren („geophatische“ Zonen) aber auch durch künstliche technische Felder („Elektrosmog“) hervorgerufen werden.

Für die Messung werden im Handel verschiedene Messgeräte angeboten. Hier als Beispiel das Messgerät der Fa. ROM-Elektronik.

Georhythmogramm GRG der Fa. ROM-Elektronik

Georhythmogramm GRG der Fa. ROM-Elektronik

Die folgenden beiden vergleichenden Messreihen stellen die Ergebnisse einer einfachen baubiologischen Messung und der Methode Georhythmogramm an 2 verschiedenen Schlafplätzen dar.

Die erste Messreihe wurde in einem älteren, nach baubiologischen Gesichtspunkten sanierten Wohnhaus erstellt, die zweite Messreihe in einem „konventionellen“ Wohnhaus. Zum direkten Vergleich stelle ich die beiden zusammengehörigen Ergebnisse untereinander.

Das Ergebnis zeigt „Stresssituationen“ an, die je nach Standort variieren.

Elektrisches Wechselfeld (Hausinstallation)

Elektrisches Feld im "baubiologischen" Wohnhaus

Elektrisches Feld im „baubiologischen“ Wohnhaus

 

Elektrisches Feld im "konventionellen" Wohnhaus

Elektrisches Feld im „konventionellen“ Wohnhaus

Magnetisches Wechselfeld (Hausinstallation und Installationen im Gehweg)

Magnetisches Feld im „baubiologischen“ Wohnhaus

 

Magnetisches Feld im „konventionellen“ Wohnhaus

Georhythmogramm nach Dr. Hartmann

Georhythmogramm im "baubiologischen" Wohnhaus

Georhythmogramm im „baubiologischen“ Wohnhaus

 

Georhythmogramm im "konventionellen" Wohnhaus

Georhythmogramm im „konventionellen“ Wohnhaus

 

Der Versuchsaufbau wurde so gewählt, um vergleichbare Messergebnisse zu erzielen.

Das Messergebnis unterstützt die Ergebnisse der beiden vorhergehenden Untersuchungen des elektrischen und magnetischen Wechselfeldes. Aus der Grafik kann gut entnommen werden, dass im „konventionellen“ Haus eine stärkere „Stresssituation“ vorliegt. Die Ursachen dafür sind allein durch das Georhythmogramm nicht erkennbar. Als Methode zur Überprüfung von Veränderungen, oder als Vergleich unterschiedlicher Situationen ist das Ergebnis durchaus gut verwendbar.